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Der Finder

Sanddaniel wurde der Sandgrubenarbeiter Daniel Hartmann aus Mauer genannt, der vor über hundert Jahren mit dem Fund eines fossilen menschlichen Unterkiefers in der Grube Grafenrain in die Wissenschaftsgeschichte einging. Er stammte aus Leimen, hatte nach Mauer geheiratet und in einem kleinen Häuschen in der Weinbergstraße gewohnt.

Am 21. Oktober 1907 war er der Glückliche, der den Unterkiefer im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Schippe nahm“. Der gesamte Sand musste vor dem Verladen per Hand gesiebt werden. Hierzu wurde er mit Schaufeln durch ein großes, schräg gestelltes Sieb geworfen. Kiesel, Tonflatschen und eben auch Fossilien blieben in den Maschen hängen und rollten herunter. Dabei kamen am Sieb von Daniel Hartmann die beiden zusammengehörigen Äste eines menschlichen Unterkiefers zum Vorschein. Der linke Ast war noch mit Kieselsteinen verbacken. Trotzdem hat Hartmann sofort gewusst, um was es sich handelt und am Abend in der Wirtschaft Hochschwender, heute Pfalz, den bekannten und verbürgten Ausspruch "Heit haw ich de Adam g´funne" gemacht.

 Obwohl seine Lebensumstände nicht einfach und die Arbeiten in der Sandgrube hart waren, wird Daniel Hartmann von seinen Zeitgenossen als fröhlicher Mensch beschrieben. Er hat bis ins Alter von 76 Jahren gearbeitet und wollte immer 100 Jahre alt werden. Das hätte er auch beinahe geschafft: Am 21. Januar 1952 starb er mit 98 Jahren.

Sein Fund hat ihn nicht reich, aber bekannt, vielleicht sogar berühmt gemacht. Zeitlebens wurde er von Urmenschen-Interessierten die nach Mauer kamen besucht. Der Grabstein seines Ehrengrabes befindet sich heute noch auf dem Friedhof von Mauer.

 


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