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Homo erectus in Java

Reif für die Insel - Homo erectus in Java und seine Umwelt im Pleistozän

Ein Vortrag von Dr. Christine Hertler, Heidelberger Akademie der Wissenschaften und Forschungsstelle "Die Rolle der Kultur bei der frühen Expansion des Menschen" am Forschungsinstitut Senckenberg und der Universität Tübingen.

Im Jahr 1891 entdeckte Eugène Dubois auf der indonesischen Insel Java Überreste von Urmenschen, die ein neues Licht auf den Stammbaum des Menschen warfen. Weitere Funde in Asien folgten, und man bezeichnet diesen Zweig der Menschheit heute überwiegend als Homo erectus.

Christine Hertler erläuterte nicht nur die Fundgeschichte, sondern auch die Frage, wie sich der Mensch von seinem afrikanischen Ursprung aus seit rund 2 Millionen Jahren auf alle Kontinente ausbreitete und ab etwa 1,6 Millionen Jahre in Java nachzuweisen ist. Dabei spielen Klimaschwankungen und Veränderungen des Meeresspiegels eine wichtige Rolle, beispielsweise waren die indonesischen Inseln zeitweise mit dem Festland verbunden. Dies lässt sich anhand geologischer und paläontologischer Befunde ebenso rekonstruieren wie die Landschaft und Umwelt.

Christine Hertler zeigte auch, dass moderne Menschen in Asien möglicherweise über einen längeren Zeitraum mit Homo erectus koexistierten, eine Vermischung kann jedoch nicht bewiesen werden.

Schließlich ging die Referentin noch auf die heutigen Bedingungen für die Forschungsarbeit in Indonesien ein, die trotz einiger Probleme offenbar große Freude macht. Die gezeigten Bilder einer tropischen Flusslandschaft konnten bei Zuhörern, die sich reif für die Insel fühlten, durchaus das Fernweh wecken.

Links:
www.senckenberg.de
www.roceeh.uni-tuebingen.de

 


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