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Homo heidelbergensis - Schlüsselfund der Menschheitsgeschichte

Buchpräsentation am 05.09.2007

Homo heidelbergensis - Schlüsselfund der Menschheitsgeschichte

Buchpräsentation am 05.09.2007 

BuchtitelMit einem Schlüssel kann man Türen und Tore öffnen. In dem neuen Jubiläumsband Homo heidelbergensis - Schlüsselfund der Menschheitsgeschichte öffnen sich dem Leser die fantastischen und wissenschaftlichen Welten unserer Menschheitsgeschichte. So, wie es der Fund des Unterkiefers vor einhundert Jahren tat. Diese Lektüre ist ein Schlüssel zur Geschichte unserer eigenen Herkunft, macht neugierig auf das Wunder unserer Entstehung.

Die Kapitel sind sehr verständlich zu lesen, man geht auf eine lange Reise mit einem Fossil: Vom beschaulichen Mauer über Heidelberg nach Europa, Asien und Afrika, hinein in die Kulturgeschichte, taucht ein in Flora und Fauna.

Im katholischen Pfarrzentrum wurde am Mittwochabend das gebundene Jubiläumsbuch offiziell vom Verlag an die Autoren übergeben. Dort roch es wunderbar nach Druckerschwärze. Bücherfreunde mögen dies besonders und griffen eifrig nach den druckfrischen Exemplaren. Wieder einmal stand der Urmensch von Mauer im Mittelpunkt des Interesses bei über einhundert geladenen Gästen, interessierten Mitbürgern, Funk und Presse. Und hier schon mal vorweg: auf Seite 47 wird der Urmensch sogar "lebendig" durch eine farbige Rekonstruktion.

Im Laufe der Buchpräsentation fielen die neugierigen Blicke in das 366 Seiten starke Werk mit seinen 173 sehr ansprechenden Abbildungen. Allein das künstlerisch gestaltete Hardcover verspricht eine spannende Lektüre zur Abstammungsgeschichte der Menschheit.

Dass man im hundertsten Jahr der Fundwiederkehr des Unterkiefers nach bereits zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen ein neues Buch herausbringen wollte, das sei bereits vor drei Jahren beschlossene Sache im Verein Homo heidelbergensis von Mauer e.V. gewesen, betonte dessen Vorsitzender, Erich Mick. Er freute sich, dass dies nicht nur hervorragend gelang, sondern sogar 45 Tage vor dem geplanten Erscheinungstermin möglich wurde. Sein Dank ging daher zunächst an die fleißigen, ehrenamtlich tätig gewesenen 23 Fachautoren aus der Paläontologie, Paläoanthropologie, Archäologie, Anthropologie, Geografie, Botanik, Molekularbiologie, Evolutionsbiologie und Sportwissenschaften. Er begrüßte u.a. Ellen Lauterbach und erwähnte ihre vielseitige Unterstützung für den Verein. Weiterhin Jürgen Beckedorf vom Fachverlag Konrad Theiss, Stuttgart. Er erwähnte die gute Zusammenarbeit mit dem Verlag. Ein besonderer Dank sprach Mick der Klaus-Tschira-Stiftung gGmbH aus, die mit einem beträchtlichen Druckkostenzuschuss dieses Buch ermöglichte. Die "Hauptlast" aber habe Prof. Dr. Günther Wagner zu tragen gehabt, darum gebühre ihm für seine großen Verdienste ein besonderes Lob und Anerkennung. Wagner ist Mitglied im Verein und hielt die Fäden des Buch-Projektes in der Hand. Erich Mick freute sich: "Die heutige Präsentation ist der Höhepunkt und Abschluss einer Reihe von Veröffentlichungen. Ich danke vor allem unseren Förderern, den Freunden und ehrenamtlich tätigen Mitgliedern unseres Vereins und unserer Gemeinde für die große Unterstützung!" Er gab auch Besucherzahlen bekannt. "Es ist Halbzeit in unserer Jubiläumsausstellung, seit 16. Juni haben wir 9.200 Besucher gezählt."

In seinen Gruß- und Dankesworten sprach Bürgermeister Jörg Albrecht auch von der Bedeutung Mauers als Fundort bedeutender tierischer Fossilien in den Mauerer Sanden: "Hier war einmal das Paradies - aber das ist es ja immer noch!" 

Wie man es von einem Wissenschaftler erwartet, nahmen die Ausführungen von Prof. Dr. Wagner einen breiten Raum ein. Er tat dies in sehr humoriger Art, sodass seine Vorstellung des Buches die Spannung darauf steigen ließ. "Der Homo heidelbergensis hat tiefe Spuren in der Wissenschaftsgeschichte hinterlassen. Er war ein Meilenstein auf dem Weg der Menschheit, die eigene Herkunft besser verstehen zu lernen. Doch eigentlich müsste er ja Homo mauerensis heißen!" bemerkte er, denn der Fundort bestimme auch immer den Namen des fossilen Fundes. Warum aber Otto Schoetensack den Unterkiefer als den des Homo (Gattung Mensch) heidelbergensis (Art) bezeichnete und nicht als mauerensis, das sei bis heute nicht geklärt. Wagner ging auf die einzelnen Kapitel der Neuererscheinung mit ihren zahlreichen Grafiken ein: Grußwort, Vorwort, der Fund, die Umwelt, die Evolution, die Kultur und ein 60 Seiten starker Anhang. Sehr umfangreich hätten sich die Arbeiten dazu gestaltet, doch hätten die Autoren auch Verständnis dafür gezeigt, wenn etwa vieles gekürzt oder auch neu abgestimmt werden musste. Abschließend hoffte er, dass die facettenreiche Thematik des Buches über den festlichen Augenblick der Hundertjahrfeier hinaus einigen Bestand habe. Ihm sei wichtig, dass über den Kreis von Fachwissenschaftlern hinaus ein breites Interesse an diesem faszinierenden Buch geweckt werde und er wünschte viel Vergnügen beim Lesen: "Das Buch hat ja 366 Seiten, das ist eine Seite pro Tag!"

Einen passenden musikalischen Rahmen zur Buchpräsentation gestaltete der Schlagzeuger und mehrfache Preisträger Thorsten Gellings aus Lobenfeld (www.octopusmusicus.de). Er begeisterte die Zuhörer auf seinem Marimbaphon mit anspruchsvollen Werken von J. S. Bach, Ney Gabiel Rosauro und Michael Burrit.

Der offizielle Jubiläumsband: Homo heidelbergensis, Schlüsselfund der Menschheitsgeschichte, Auflage: 2500 Stück Zum 100. Jahrestag der Entdeckung des Unterkiefers. Herausgegeben von Günther A. Wagner, Hermann Rieder, Ludwig Zöller und Erich Mick im Konrad-Theiss-Verlag, Stuttgart, 366 Seiten, 29,90 Euro, erhältlich im Buchhandel und im AusstellungsShop der Ausstellung.

Buchvorstellung Buchvorstellung
 Vorsitzender Erich Mick  Bürgermeister Jörg Albrecht
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Jürgen Beckedorf, Fachverlag Konrad Theiss Jürgen Beckedorf übergibt das erste Exemplar an Günther Wagner
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Jürgen Beckedorf mit Hermann Rieder von Links: Jörg Albrecht, Erich Mick, Günther Wagner, Jürgen Beckedorf und Hermann Rieder
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 Günther Wagner  Thorsten Gellings
 

 


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