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Evolution des Menschen – eine Erfolgsstory mit Schattenseiten

19. November 2014

Vortragender: Prof. Dr. Michael Wink (Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie Heidelberg)

Aufgrund von DNA-Befunden sind wir uns relativ sicher, dass der moderne Mensch (Homo sapiens) vor vermutlich 200.000 Jahren in Afrika aus Homo heidelbergensis entstand ("Out of Africa"-Hypothese). Vor rund 120.000 Jahren wanderten erste Stämme aus Afrika aus und verbreiteten sich entlang der Küsten des Indischen Ozeans bis nach Australien, das vor ca. 60.000 erreicht wurde. Über das Zweistromland wanderte Homo sapiens nach Asien und von dort vor 20.000 Jahren weiter nach Nord- und Mittelamerika. Südamerika wurde vor 10.000 Jahren besiedelt. Mitteleuropa wurde erst vor 43.000 Jahren besiedelt. In dieser Zeit trafen Homo sapiens und Neandertaler aufeinander. Die Urgeschichte von Homo sapiens wurde in diesem Vortrag anhand von DNA-Daten erläutert, ebenso die Frage diskutiert, wie Homo sapiens, Neandertaler und Denisova-Mensch miteinander in Verbindung stehen.

Vor rund 10.000 Jahren, nachdem die letzte Eiszeit schon einige Tausend Jahre vorüber war, wurden aus den Sammlern und Jägern vielerorts sesshafte Bauern, die Tiere als Haustiere und Pflanzen als Nutzpflanzen domestizierten. Bedingt durch die zunehmende Sesshaftigkeit erfanden die Siedler im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds die Kunst des Häuserbaus aus Lehm und Stein. Aus Einzelhäusern entstanden kleine Siedlungen. Vor 7.000 Jahren gab es schon erste Städte, deren Reste auch heute noch sichtbar sind. Die neolithische Revolution hatte begonnen.

Im Zweiten Teil des Vortrags wurde diskutiert, welche Eigenschaften den modernen Menschen (im Vergleich zu den nah verwandten Menschenaffen) in die Lage versetzten, so extrem erfolgreich zu sein, so dass heute über 7 Milliarden Menschen alle Kontinente der Erde besiedeln. Diese rapide Entwicklung ging schon immer und nicht nur heute auf Kosten der Umwelt, wobei jedoch die Umweltveränderungen im Anthropozän erschreckende Ausmaße angenommen haben.

 


 

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