Homo heidelbergensis von Mauer e.V. Druckversion |  >
Startseite
Homo heidelbergensis
Der Verein
Vereinsjugend
Rückblick
Termine/Infos
Links
Kontakt & Impressum

› zurück zur Übersicht

Eine Zeitreise über rezente, mittelalterliche und römische Hölzer bis hin zu den Schöninger Speeren.

15. Februar 2017

Referent:  Werner H. Schoch, Labor für Quartäre Hölzer (Langnau / Schweiz)

Geschichte des Labors

Holzanatomie hat eine lange Tradition. 10 Jahre lang wurde von Werner H. Schoch (ab 1977) an der damaligen EAFV (Eidgenössische Anstalt für das forstliche Versuchswesen, heute WSL) das 'Labor für fossiles und historisches Holz' geführt, das als Dienstleistungsbetrieb allen Institutionen offen stand, die auf Holzartenbestimmungen angewiesen sind. 1987 wurde dieses Labor im Zuge einer Neuorientierung der Forschungsarbeiten ("Waldsterben") geschlossen, seither bildet es als "Labor für quartäre Hölzer" einen international anerkannten privaten Dienstleistungsbetrieb.

Tätigkeiten des Labors
Die Holzanatomie findet in vielen Gebieten ihre Anwendung. In der Entomologie und Phytopathologie gilt es oft, das Substrat zu bestimmen oder Holzschäden und Verfärbungen aus holzanatomischer Sicht zu beurteilen. Wissenschaftliche Dienste der Polizei, Landschaftspfleger, Kunstwissenschaft wie auch Industrie und Handel beanspruchen diesen Zweig der Naturwissenschaften. Das Schwergewicht der Tätigkeit des Labors für quartäre Hölzer liegt aber in Archäologie und Urgeschichte, da ist die Holzanatomie heute eine der naturwissenschaftlichen Standardmethoden. Das Labor für quartäre Hölzer ist die führende Institution, da es sich nicht auf einzelne Projekte beschränkt, sondern allen offensteht, die Holzartenbestimmungen benötigen.

Inhaltsangaben zum Vortrag
Holz ist wohl einer der ersten Werkstoffe, die bereits vor vielen Jahrtausenden vom Menschen genutzt wurden. Skalpell, Pinzette und Rasierklinge sind zusammen mit dem Mikroskop die Geräte des Spezialisten, mithilfe derer die Holzarten an oft winzigen Spuren bestimmt werden können. Das Labor für quartäre Hölzer in Langnau am Albis steht europaweit Archäologen, Kunsthistorikern, Wissenschaftlichen Diensten der Polizei, der Industrie und Privatleuten für Holzuntersuchungen zur Verfügung.

Werner H. Schoch erzählte von seiner Arbeit, mit Beispielen von betrügerischen Händlern, mittelalterlichen Kunstschätzen, einem eisigen Grab in Sibirien über 'Ötzi' bis hin zu altsteinzeitlichen Pferdejägern. Er nahm uns mit auf eine Zeitreise über 400.000 Jahre – und immer erzählte das Holz vom Geschehen!
 


 

Vortrag Schoch
Vortrag Schoch Vortrag Schoch
Vortrag Schoch
Vortrag Schoch
Vortrag Schoch Vortrag Schoch
Vortrag Schoch Vortrag Schoch
Vortrag Schoch Vortrag Schoch

 


  Unsere Facebook Seite › Nach oben