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Karibischer Kraichgau – Leben am und im Rupelmeer

15. März 2017

Vortragende:
Dipl. Geol. Kristina Eck, Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe

Schon seit der Römerzeit wurde der Tonstein, der in der Umgebung von Rauenberg und Wiesloch zu finden ist, hoch geschätzt. Das Gestein wurde bis in die 2000er Jahre zur Keramik- beziehungsweise Ziegelherstellung abgebaut. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist auch bekannt, dass dieses Sediment noch mehr Schätze enthält: Fossilien.

Diese Spuren des Lebens erzählen uns heute eine Geschichte, die Geschichte unserer Region. Dazu zählen der Kraichgau sowie der Oberrheingraben. Vor 30 Millionen Jahre wurden der Tonstein und seine Fossilien hier abgelagert. Es war die Zeit des Oligozän, genauer das Untere Oligozän oder Rupelium. Menschen gab es noch lange keine auf der Erde und der Meeresspiegel war einige Meter höher als heute. Dadurch wurde der Oberrheingraben von der Nordsee her überflutet. Es bildete sich eine Meeresstraße, die von der Nordsee möglicherweise bis zur Paratethys im Süden verlief. Wir sehen heute an den Fossilien aus dem Rupelton in der Tongrube Unterfeld bei Rauenberg, dass dieses Meer und seine Ufer reich besiedelt waren.

Von winzigen Foraminiferen über Mausvögel bis hin zu riesigen Haien, der Rupelton hat einiges zu bieten. Diese Überreste vergangenen Lebens nutzen wir heute, um zu rekonstruieren, wie das Ökosystem am Rupelmeer damals ausgesehen hat. Viele Fragen wurden in der Vergangenheit bereits geklärt, doch einige sind immer noch ungelöst. Wie tief war das Wasser? Welche Grabungsmethoden haben sich in der Vergangenheit als zweckmäßig erwiesen? Sind die musealen Sammlungen repräsentativ für die Häufigkeitsverteilung der Arten? Kann man im Verlauf des Profils Trends oder Events herauslesen? Ändern sich die Häufigkeitsverteilungen im Verlauf des Profils? Können die Fossilien im Fischschiefer als Paläoströmungsanzeiger verwendet werden?

Alle verfügbaren Altfunde in den musealen Sammlungen sowie eine neue wissenschaftliche Grabung dienten als Grundlage, um diesen und noch mehr Fragen auf den Grund zu gehen. Möglich ist das dank der Klaus Tschira Stifung, die unser Projekt für drei Jahre unterstützt.

Vortrag Eck

Links:

www.klaus-tschira-stiftung.de Projekt "Unterfeld"

www.themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de "Tongrube Unterfeld"

 


 

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